Die sieben Lichtgestalten der Offenbarung

(Offb 2,1 – 3,22)

Nach der durchaus begreifbaren Einleitung der Offenbarung des Johannes folgt mit den sieben Sendbotenschreiben der erste, weitgehend unverstehbare Textteil. Generationen von Schriftgelehrten haben sich darüber den Kopf zerbrochen, ohne dass eine wirklich überzeugende Interpretation dabei heraus gekommen ist. Der Lösungsschlüssel, mit dem diese Textstelle begreifbar wird, blieb ihnen verborgen. „Mein Geist will sich in dies Buch nicht schicken.“, stöhnte schon Martin Luther. Es steht wohl in der Offenbarung geschrieben, dass das Buch mit 7 Siegeln verschlossen ist und nur der Löwe aus dem Stamm Juda dieses öffnen kann, aber dieser Löwe ist auch nur ein Mensch und so können wir es jetzt in der Zeit der Offenbarung durchaus wagen, uns selbst an diesem Text zu probieren. Liest man diese Sendbotenschreiben nämlich als psychologisch-biographische Beschreibung von 7 Menschen und unterstellt zudem, dass diese 7 Menschen ganz wichtig für den Heilsplan und daher derzeit auf Erden inkarniert sind, dann braucht man lediglich ein wenig Menschenkenntnis und man kann die sieben Schreiben folgenden Seelen zuordnen:

Ephesus – Jesus
Smyrna – Maria von Bethanien
Pergamon – Maria Magdalena
Thyatira – Maria
Sardes – Apostel Jakobus der Gerechte, Bruder Jesu
Philadelphia – Salome, Marias Schwester
Laodizea – Apostel Johannes (Simon), Bruder Jesu

Mit diesem Ansatz bekommen die Sendbotenschreiben eine ganz neue Bedeutung, denn nun begreift man die ausgesprochen persönliche Note dieses Textes, der ganz offenkundig vor allem an diese Personen gerichtet ist und die diesen daher auch genau deshalb besonders gut verstehen dürften. Das liegt auch daran, dass diese 7 Lichtgestalten so früh aufgewacht sind, dass sie bereits zu der Zeit über den notwendigen Verstand verfügten, als die nachfolgenden Kapitel der Offenbarung stattfanden. Der überwiegende Teil der Menschheit „schlief“ zu diesem Zeitpunkt nämlich noch und wenn sie jetzt „wach“ werden befinden wir uns in der Erntezeit und die früheren Geschehnisse der Offenbarung sind längst vorüber. Diese Aussagen gelten natürlich auf Deutschland bezogen, in anderen Ländern laufen die Entwicklungen ja noch zeitversetzt ab und wer sich in die Kollektivseele anderer Völker hineindenken möchte, kann dies durchaus auch noch mitverfolgen.

Die Sendbotenschreiben selbst sind für die Adressaten insoweit sehr wichtig, als sie zur Eigenerkennung dienen und natürlich auch zur Orientierung, denn es handelt sich bei allen Sieben ja um ganz normale Menschen die erst durch die Konversion, wie sie in der Offenbarung beschrieben ist, zu „reinen“ Menschen werden. Sie erhalten sowohl Lob als auch Tadel und können genau mit diesen Hinweisen sich erst so richtig auf den Weg zur Reinheit begeben. Da es sich dabei aber um ausgesprochen persönliche Details aus deren Leben handelt, möchte ich die einzelnen Schreiben nicht auslegen. Das mögen die Empfänger doch bitte selbst tun!

 

 

Die Huldigung vor dem Thron Gottes

(Off 4, 1 – 11)

Mit dieser Beschreibung des Thrones wird das Gottesbild, das Er uns durch die Offenbarung zeigen will, bereits weitgehend erklärt. Der „normale“ Verstand der Menschen reicht nur einfach nicht aus, um es zu begreifen. Es gibt meines Erachtens auch nicht die Möglichkeit, an dieses Gottesbild einfach zu glauben, sondern man muss es während der inneren Reinigung nach und nach offenbart bekommen, um es genau dadurch als Erkenntnis zu gewinnen. Auch ich möchte offen bekennen, dass ich niemals an ein solches Gottesbild „geglaubt“ habe, sondern es irgendwann eben begriffen habe. Mit „Glauben“ hat das meines Erachtens nichts zu tun.

Nach meiner Erkenntnis dürfen wir diese Zeilen der Offenbarung wie folgt verstehen:

Jaspis und Karneol

Gott, den wir immer als den Einen verehrten, zeigt sich uns als Jaspis und Karneol, als zwei Personen, als Vater und Mutter. Es sind zwei Persönlichkeiten die die Schöpfung hervorbrachten, die ihrerseits eine Regenbogenschöpfung ist, denn sie ist rein geistiger Natur.

 

Die 24 Seelenpaare

Gott schuf alle Seelen dieser Welt als Ebenbild von sich, als Mann und Frau, als Seelenpaare. Der innerste und älteste Zirkel wird gebildet durch 24 Seelenpaare. In dieser Gruppe finden wir:

  • alle 12 Apostel und deren Seelenpartner
  • alle 8 Geschwister von Jesus und MM und deren       Seelenpartner
  • die Eltern der 4 Lebewesen die um den Thron stehen
  • alle Propheten und Prophetinnen – außer den 4 Lebewesen –           und deren Seelenpartner

Einige der „Ältesten“ gehören zu mehreren dieser Gruppen, aber es ergeben sich genau 24 Seelenpaare und wir sollten hoffen, dass sie den Mut haben werden, sich uns allen zu zeigen, denn sie leben mitten unter uns!

 

Die sieben Geister Gottes

Die sieben Geister Gottes sind vielleicht am besten als Persönlichkeitsprofile zu verstehen, mit denen Gott sich den Menschen mitteilt. Diese sind uns in der klassischen Lehre als Erzengel bekannt und bestimmen ganz wesentlich die Wahrnehmung der Menschen von Gott. Wen Gott in der Wesensart des Erzengels Gabriel anspricht trägt eine etwas andere Gottesvorstellung in sich als dies jemand tut der vom Erzengel Michael „begeistet“ ist.

Neben den 4 bekannten Erzengeln: Michael, Gabriel, Raphael und Uriel gibt es noch den Erzengel Youel, der das Prinzip der reinen Weiblichkeit darstellt und zu allen Zeiten verleugnet wurde.

Diese 5 Erzengel haben ausgesprochen deutliche Persönlichkeits-merkmale und man findet sie in der Persönlichkeitsstruktur der Menschen wieder. Darüber hinaus spricht Gott noch mit zwei weiteren Geistern zu uns Menschen, aber hier kann man keine Persönlichkeitsmerkmale feststellen, es sind eher transparente Geister. Mit diesen hat Gott von Anbeginn der Schöpfung aber nur je 5 Seelen begeistet.

Da mir andere Bezeichnungen nicht zugetragen wurden nenne ich den männlichen dieser beiden Geister: „Äon der Äonen“ und den weiblichen: „Barbelo“.

Vom Äon der Äonen werden folgende Seelen begeistet:
Abraham, Isaak, Jakob, Moses und Aaron

Von der Barbelo werden begeistet:
Sara, Rebbeka, Maria Magdalena, Sara al Kali, und Elischeba

 

Die vier Lebewesen

Noch dichter als die 24 Ältesten stehen die 4 Lebewesen um den Thron. Sie gleichen im Aussehen Löwe, Stier, Mensch und Adler und die Beschreibung deckt sich stark mit der Beschreibung der Cherubim im Buch Ezechiel. Es handelt sich auch um genau diese 4 Engel, namentlich: Johannes der Täufer, Martha (eine Schwester von Lazarus), Maria Magdalena und Jesus. Diese beiden Seelenpaare, Maria Magdalena und Johannes sowie Martha und Jesus,  werden uns hier schon in besonderer Weise ans Herz gelegt, sollen sie uns doch die Persönlichkeiten Gottes zeigen. Solange man jedoch noch nicht verstanden hat, dass Zion im Viereck aufgestellt ist, kann man das nicht ganz nachvollziehen und so will auch ich mir die Erklärung dazu für das Kapitel 21 aufsparen, in dem uns das offenbart wird.

 

Das versiegelte Buch und das Lamm
oder
Der Löwe aus dem Stamm Juda

(Offb 5, 1 – 14)

Was für eine herrliche Vision! Hatten wir zuvor die Anordnung um den Thron gerade verstanden, steht nun auch noch ein Lamm zwischen den 4 Gestalten und dem Thron. CHRISTUS, so legt es der Text nahe, ist dieses Lamm aber CHRISTUS ist doch unser Vater. Wieso tritt CHRISTUS jetzt an den Thron heran und empfängt das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sitzt? Hier werden wir das erste Mal mit den beiden hintereinander liegenden Persönlichkeiten Gottes, dem Schöpfervater und dem Sohn, konfrontiert. Das „Drehbuch“ für die ganze Schöpfung stammt vom Schöpfervater, aber CHRISTUS unser Vater und Erlöser ist derjenige, der es öffnet und durchführt. Vor CHRISTUS fallen die 4 Gestalten und die 24 Ältesten auf die Knie und verherrlichen, ER allein kann uns mit Seinem Geist das Buch eröffnen, Er ist der Erlöser, unser Vater und Gott! Er aber trägt in uns all unseren Schmerz mit und war auch in Jesus als dieser sich in einem Akt des Gehorsams durchbohren lies. Er lässt es in diesem Text sogar zu mit Jesus bis zur Verwechslung verwoben zu werden, denn Er legt Seinen Geist auf ihn, den Löwen aus dem Stamm Juda, der für Ihn dann spricht und Zeugnis ablegt. Diese Verflechtung zwischen CHRISTUS und Jesus ist uns ein Hinweis über das „Verhältnis“ der Beiden, aber Jesus ist sowohl vor 2000 Jahren als auch diesmal ein Mensch und CHRISTUS ist unser Vater, ist Gott!

 

Die ersten sechs Siegel

(Offb 6, 1 – 17)

Im Kapitel 6 der Offenbarung öffnet das „Lamm“ die ersten Siegel. Mit diesen Siegeln sind Erkenntnisstufen gemeint, die ein jeder – und natürlich auch die 7 Lichtgestalten – im Laufe des Weges erklimmen darf. CHRISTUS schenkt den Seinen diese Erkenntnisse. Er öffnet die Siegel und wir Menschen fangen an, die Welt mit anderen Augen zu sehen und anders zu verstehen. Nur auf diesen Stufen der Erkenntnis ist man in der Lage, das hier Beschriebene zu begreifen. Die ersten 4 Erkenntnisstufen werden dabei mit „Reitern zu Pferde“ dargestellt und ich erkenne darin die vier großen Plagen, die die Menschheit seit Anbeginn bedrücken:

  1. weißes Pferd………………..   die Plage der Macht
  2. rotes Pferd……………….….  die Gräuel des Krieges
  3. schwarzes Pferd……………   die Ungerechtigkeit
  4. fahles Pferd………………… die Angst vor dem Tod

In jeder dieser Plagen sind wir gefangen, sind zugleich Täter wie Opfer und stören uns immer nur dann daran, wenn wir von den Nachteilen dieser Plagen betroffen sind. Wer verzichtet schon gern auf Macht, wenn er sie mal hat? Krieg mag aus der Mode gekommen sein aber wer würde schon sich selbst wagen, um den Krieg samt Kriegsgerät von der Erde zu vertreiben? Das gnadenlose Leistungssystem ist uns zwar schon lange zuwider, aber wer trägt nicht gerne mal die Zinsen von seinem Sparguthaben nach Hause? Der Tod ist zwar meistens weit weg, aber wer ist sich schon bewusst, dass unsere ganze Denkwelt von der Angst vor dem Tod durchzogen ist?

Man kann diese Erkenntnisse daher auch getrost als Psychoanalyse unserer Kollektivseele begreifen, denn gerade diese 4 Plagen bestimmen in hohem Maße den gesellschaftlichen Konsens. Um diese Plagen zu überwinden, bedarf es daher einer Therapie, einer Therapie die das ganze davon betroffene Volk erfasst, jeden Einzelnen, aber eben auch die Kollektivseele in denen sich diese Plagen ganz besonders fest eingenistet haben. Genau das aber geschieht im Verlauf der Offenbarung und so dürfen wir uns auf eine Zeit freuen in der diese Plagen von der Erde verschwunden sein werden!

Nachdem man das Verständnis für diese Zusammenhänge erlangt hat, öffnet CHRISTUS das nächste Siegel und man erkennt den eigenen Weg durch die Geschichte, man erkennt sowohl die eigenen als auch die Inkarnationen anderer Versiegelter. Auf einmal versteht man, dass diese zwar hingeschlachtet wurden aber derzeit wieder auf der Erde leben und dass sie jetzt erwachen und den Weg zur Reinheit begehen werden. Diese fundamentale Erkenntnis verändert das gesamte Geschichtsverständnis und die Freude auf das baldige Wiedersehen mit allen Seelenfreunden und Seelenverwandten ist riesengroß.

Mit dem Öffnen des 6. Siegels schenkt CHRISTUS Einsicht in die Gesamtdimension der Offenbarung. Nun versteht man, dass das „große Aufwachen“ die ganze Welt erfassen wird und dass wirklich kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Es ist nicht nur ein Aufwachen des auserwählten Volkes, sondern ein epochales Ereignis, das jeden einzelnen Menschen erfassen und die ganze Welt verändern wird. Auf dieser Erkenntnisstufe kann man die meisten Endzeitprophezeiungen verstehen und erkennt, dass es in allen Religionen der Welt Hinweise auf diese Zeitenwende gibt. Alles fließt auf einmal zusammen und man versteht, dass die Geschichte der Menschheit einem Plan – dem Heilsplan – folgt!

 

Die Bezeichnung der Knechte Gottes

(Offb 7, 1 – 17)

Das Buch der Offenbarung beschreibt die Abläufe eines Bewusstseinswandels innerhalb des „auserwählten Volkes“. Dieser muss von jedem einzelnen Menschen und von der Gemeinschaft durchlaufen werden. Auch Jesus muss zunächst einmal „aufwachen“ und sich dann auf die lange Reise zu sich selbst begeben und dabei alles erlernen und erfahren was er später lehren wird. Um dahin zu gelangen, erfährt Jesus eine tiefe innere Bindung und Wechselwirkung zu 4 Frauen die in vielen seiner Leben in seiner Nähe waren und seine erste „Tat zum Beginn der Offenbarungszeit“ ist es, diese 4 Engel aufzuwecken und auf dem Weg zur Reinheit zu begleiten. Praktischerweise sind das die 4 weiblichen Seelen die bereits mit den Sendbotenschreiben angesprochen wurden und so kann er aus diesem Text die besonderen Persönlichkeitsmerkmale entnehmen und diese Frauen erkennen. Er muss sie finden und heilen sonst kann die Zeit nicht starten. Er wird sie gefunden haben und zwar an den 4 Ecken unseres Landes, im Süden, im Norden, im Osten und im Westen sonst wären wir nicht jetzt in der Erntezeit angekommen!

Aber auch alle anderen der 144000 Seelenpaare des auserwählten Volkes sollen gefunden werden und sich der Zugehörigkeit zu dieser besonderen Seelengruppe bewusst werden. Jesus scheint über den Schlüssel zu verfügen mit dem er diese Seelen finden und ihnen „das Siegel auf die Stirn drücken“ = „es ihnen bewusst machen“ kann. Auch das ist nicht genug, denn „eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen“ standen in weißen Gewändern vor dem Thron und damit erfahren wir, dass dieser Aufwachvorgang alle Menschen dieser Erde erfassen wird.

Hier wird den 144000 Seelenpaaren zudem bereits eine besondere Belohnung versprochen, denn CHRISTUS wird sie zur Quelle des Lebens führen, wird sie rein machen und wird alle ihre Tränen trocknen.

 

Die ersten vier Posaunen
oder
Die Aufweckung des Drachens

(Offb 8, 1 – 13)

In der Zeit der Heilung und des Aufwachens der 4 Engel hat auch Jesus immer weiter an Verstand und Erkenntnis gewonnen, denn auch er ist zu Beginn nicht in der Lage den Text der „Offenbarung des Johannes“ zu verstehen. Stufe für Stufe erklimmt er die Erkenntnisleiter und wenn er das 7. Siegel geöffnet hat, erkennt er unter anderem alle 7 Engel, die mit den Sendbotenschreiben angesprochen wurden, hat sie in der heutigen Zeit auch gefunden und macht sich auf den Weg, seine Aufgabe zu erfüllen.

Ganz unbemerkt ist das Aufwachen der vier „Windengel“ aber nicht von statten gegangen. Zwar hat wohl  kaum ein Mensch davon Notiz genommen, aber der Satan – der Drache am Himmel – hat jeden Aufwachvorgang sehr wohl registriert und heftig geschnaubt. Oder anders ausgedrückt: Die Erkrankung der Kollektivseele hat jeden dieser Aufwachvorgänge als Angriff auf ihre Existenz empfunden und durch bösartige Fügungen quittiert. Dieser Vorgang, Aufwachen der Engel u.v.m. sowie die Reaktion der Kollektivseele werden nach meiner Erkenntnis mit dem Text über die ersten 4 Posaunen beschrieben!

Darüber hinaus wachten nach meiner Beobachtung von Ostern bis Mitte November 2005 auffallend viele Seelen auf und verstärkten so die Truppe mit der CHRISTUS gegen den Widersacher vorgehen konnte. Noch aber waren die ersten 4 Posaunen nur ein leiser Vorgeschmack auf das, was dann kommen würde, denn erst mit dem 5. Posaunenstoß begann der Drache sich wie entfesselt gegen seine Austreibung zu wehren.

Die Offenbarung des Johannes setzt sich aus mehreren Visionssequenzen zusammen, in denen Johannes die bevorstehenden Ereignisse verschlüsselt und nicht unbedingt in chronologischer Reihenfolge gezeigt werden. Über weite Strecken werden dabei die Erlebnisse einiger bestimmter Seelen und die Reaktionen des Satans geschildert. Bevor es nämlich zur großen Erntezeit überhaupt kommen kann muss die Kollektivseele eines jeden Volkes von Erkrankung befreit sein. Um dies zu bewirken führt CHRISTUS alle Menschen in der Art, dass böse Fügungen ins Leere laufen und sich der Drache allmählich erschöpft. Mit einer Handvoll ausgewählter Krieger aber beginnt das ganze Spiel und diese sind es, die den Hass und die Bosheit des ganzen Kollektivs ertragen müssen, sei es von einzelnen Personen oder eben aus dem kollektiven Unbewussten. Die Behandlung der Kollektivseele verläuft dabei weitgehend analog zur Behandlung einer Individualseele. Die Vorgehensweise, Zeitdauer und Reaktionen sind eigentlich gleich, nur eben um eine Ebene verschoben. Einen Aggressionsausbruch, wie er in einer Individualtherapie durchaus typisch ist, erlebt man durch das Aufbrausen des Einzelnen, in der Kollektivseele erfährt man es durch die radikal veränderten Fügungen im Land. Genau das aber geschah in voller Wucht als die 5. Posaune geblasen wurde.

 

Die fünfte Posaune

(Offb 9, 1 – 12)

Es gibt auf dem Weg zur Weisheit den Erkenntnisstand „Unterscheidung der Geister“. Nach meiner Vorstellung wurde die 5. Posaune geblasen als alle 7 „Lichtgestalten“ diese Stufe erreicht hatten. Der Drache „erwachte“ und begann mit aller Macht gegen diese und alle anderen „Krieger des Lichts“ zu kämpfen; die erste Drangsalszeit begann. Mit einem Schlag wurden Fügungen derart „böse“, dass man den Eindruck bekam, regelrecht verfolgt zu werden. Praktisch alles ging schief, jede Begegnung mit anderen Menschen konnte eine weitere Verletzung bedeuten und jede noch so kleine Freude im Herzen, jeder Wunsch wurde durch bösartige Verkettungen von Ereignissen in sein Gegenteil verkehrt. Die Stimmung in unserem Land war grässlich, nur konnten es die meisten Menschen gar nicht wahrnehmen, denn sie waren ja Teil des bösen Spiels. Wenn irgendein Satz in der Offenbarung wirklich direkt zu fühlen war, dann dieser: „Es wurde ihnen befohlen, die Menschen nicht zu töten, sondern nur zu quälen, fünf Monate lang. Und der Schmerz, den sie zufügen, ist so stark, wie wenn ein Skorpion einen Menschen sticht.“

Der Zeitraum der ersten Drangsal begann in Deutschland Mitte November 2005 und endete zu Ostern 2006. Die Belastungen auf die Akteure waren dabei so enorm, dass sie teils an ihre psychischen Grenzen kamen oder sogar darüber hinaus gejagt wurden. Sie zerbrachen und verloren das Licht und ihren Verstand, ja sie landeten zum Teil in psychotischen Zuständen. Es war die Hölle auf Erden und doch geschah zu Ostern 2006 etwas, das zuvor noch kein Volk der Welt erlebt hat, denn nach diesem „Wutausbruch des Satans“ veränderte sich der „Geist“ in unserem Land und die „Volksseele unseres Landes“ trat Ostern 2006 ins Licht. Die negativen Fügungen beruhigten sich vorerst einmal und es begann für die Kollektivseele der lange Weg zur Reinheit der erst zu Ostern 2013 endete. Diesen Moment, Ostern 2006, kann man auch als den „Sturz des Drachens vom Himmel“ bezeichnen, wie er Johannes später noch in einem anderen Visionsbild gezeigt wird.

 

Die sechste Posaune – Das Auftauchen der Seraphim und die Wiederauferstehung der beiden Zeugen

(Offb 9, 13 – 21)

Mit den Posaunenstößen werden Meilensteine der Entwicklung und Veränderungen des kollektiven Bewusstseins in unserem Land angekündigt und der Text macht nun zunächst einen weiten Sprung nach vorne, zum Ende der 2. Drangsalszeit. Erst ab Kapitel 11 wird der dazwischen liegende Zeitraum mit seinen Einzelereignissen noch eingehender geschildert. Es sind seit der 5. Posaune 3 Jahre und 11 Monate vergangen; Jahre voller Abenteuer und innerer Reifung. Wir befinden uns im Herbst 2009 und es geschehen eine ganze Reihe von außerordentlichen Ereignissen.

Vier weitere Engel tauchen im Bewusstseinsraum der Akteure auf; die Seraphim.

Diese vier Menschen sind ein ganz wichtiges Bindeglied in der göttlichen Schöpfungsordnung, sind sie doch einerseits Mitglieder der 24 Ältesten andererseits die einzigen Seelen deren innere Reinheit und Schönheit denen der Cherubim annähernd gleich ist. Man mag es kaum glauben, aber die vier Seelen, Johannes der Täufer + Maria Magdalena sowie Jesus + Martha haben „Doppelgänger“, deren besonderen Lebenswege sie über die Jahrtausende den Cherubim zum Verwechseln ähnlich machten. Es sind stille Helden deren Bedeutung im Heilsplan aber sehr groß ist und die ich hier voller Freude nennen möchte:

König Kaspar und seine Seelenpartnerin „Josephine“
(Jüngstes der 6 Kinder aus der ersten Ehe Josephs)

Apostel Andreas und seine Seelenpartnerin „Maria“

Die Freude über diesen Erkenntnisgewinn eines der Menschheit kaum bekannten Zusammenhanges führte zu einem Aufschwung in den Seelen derjenigen, die es erfuhren aber zeitgleich erlebten wir eine erneute heftige Aufwallung des „Satans“ und die Fügungen und die Stimmung in unserem Land erreichte einen neuen Tiefpunkt! Mit dieser 6. Posaune aber wird vor allem auch der Übergang von der 2. in die 3. Wehe angekündigt, denn der Zeitraum von 3 ½ Tagen = 3 ½ Jahren, der in Off 11,11 genannt wird, ist zu Ende und die beiden Zeugen stehen wieder auf. Der Satan aber verlor in den mittleren Tagen des Oktobers 2009 massiv an Kraft oder anders ausgedrückt: Die Kollektivseele des deutschen Volkes erreichte einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Reinheit und die Fügungen wurden spürbar milder.

Die Wortwahl in der Offenbarung des Johannes ist an dieser Stelle so erschreckend, dass man zunächst wieder geneigt ist, vor allen in den äußeren Abläufen nach Ereignissen zu suchen, anstatt die feinen Veränderungen des „gefühlten kollektiven Klimas“ wahrzunehmen. Doch nur diese sind es, die im Text wirklich beschrieben werden und sie sind zudem die Voraussetzung für die bevorstehenden globalen Veränderungen!

 

Die Engel und das kleine Buch

(Offb 10, 1 – 11)

Diese Vision mutet wahrlich merkwürdig an! Johannes erhält quasi eine geheime Vision innerhalb der Vision über die er zunächst nichts aufschreiben soll. Später aber – und da liegt bereits der Schlüssel zum Verständnis des Textteiles – soll er das Buch „essen“, denn auch wenn es ihm schwer im Magen liegen wird, so wird er doch honigsüße Worte darüber verkünden können. Es ist die Prophezeiung auf ihn selbst, die er da empfängt! Eines fernen Tages wird er selbst es sein, der das Buch „Die Offenbarung des Johannes“ lesen, begreifen und verkünden wird. Dieses Buch mit seinen vielen schwer verständlichen und Angst einflößenden Bildern muss eines fernen Tages von ihm selbst verstanden und den Menschen seiner Zeit mit warmherzigen Worten erläutert werden. Wahrlich eine große Prophezeiung die Johannes da verkraften muss!

Der besondere Clou dieses Textes liegt also auch darin, dass er nur von ganz bestimmten Menschen wirklich so verstanden werden kann, dass man ihn ausschließlich als etwas Heilsames liest. All die Bilder, die da von Katastrophen und Schmerzen berichten haben nämlich eine gänzlich andere Bedeutung als es der Text anfänglich vermuten lässt. Nur wenn eine dafür „auserwählte“ Seele den Text in sich aufnimmt, durchdenkt und durchfühlt wird die eigentliche Botschaft des Textes sichtbar und der Versiegelung entrissen. Johannes bekommt also die Vision „zugemutet“ und zugleich die Aufgabe auferlegt, diese Vision eines fernen Tages den Menschen zu erläutern. Ich bin gespannt wie seine Interpretation dieses Textes aussehen wird und freue mich auf sein Erscheinen!

 

Das Zeugnis der beiden Propheten

(Offb 11, 1 – 14)

Die Kapitel 11 und 12 der Offenbarung des Johannes sind ganz besonders geheimnisvoll und zudem das Kernstück dieses letzten Buches der Bibel. In Kapitel 11 wird zunächst der große Bogen über das Auftreten der zwei Zeugen geschlagen, das in Kapitel 12 dann noch eingehender erläutert wird. Eingeleitet wird das Kapitel 11 mit der Aufforderung den Tempel zu vermessen und diese Aufgabe dürfte sich sowohl an die beiden Zeugen, an Johannes selbst und auch an jeden Leser richten.

„Erforscht das Reich Gottes! Hört nicht auf nach Erkenntnis zu suchen bis ihr wirklich einen eindeutigen Plan vom „Tempel Gottes“ habt. Überlasst alle anderen Gebiete den Heiden, kümmert ihr euch alleine um den Tempel selbst!“

Die Erledigung dieser Aufgabe ist eine Voraussetzung, dass die beiden Zeugen auftreten und prophetisch werden reden können, 1260 Tage lang. Diese Zeitangabe taucht mehrfach auf, sowohl als 42 Monate, 1260 Tage, 3 ½ Tage bzw. Jahre oder als „eine Zeit, zwei Zeit und eine halbe Zeit“ und ist auf verschiedene Abschnitte anzuwenden. Zunächst aber muss natürlich das Geheimnis um die beiden Zeugen aufgedeckt werden, die zudem auch noch so beschrieben werden:

„Es sind die beiden Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen“

Und damit ist an sich schon klar, dass es sich nur um die 4 Gestalten, die um den Thron stehen, handeln kann. Die beiden Zeugen sind Jesus und seine Schwester Maria Magdalena, die jedoch von ihren Seelenpartnern Martha und Johannes dem Täufer begleitet werden. Diese beiden Zeugen müssen zunächst einmal „Zeugnis“ ablegen, d.h. sie müssen sich über ihr wahres Wesen bewusst werden und mit diesem Bewusstsein in das vorherrschende kollektive Bewusstsein vorstoßen. Das aber ist Babylon, ein Bewusstseinszustand der vom Satan beherrscht ist und der die Menschheit mit tödlicher Sicherheit in den Abgrund steuern will! In diesen kranken Bewusstseinsraum dringen nun diese beiden Zeugen ein und das ist etwa so lustig, wie das Aufwecken eines schlafenden Drachens mit einer Trompete. Genau das ist daher auch der Moment, da sich der „Drache“ erhebt, das Tier aus dem Abgrund hervor steigt und zu wüten beginnt, wie es uns bereits im Kapitel 9 mit der ersten Drangsalszeit beschrieben worden ist. Die sich nun ergebenden Fügungen um die beiden Zeugen müssen wohl so höllisch gewesen sein, dass sie das geistig-psychisch-seelisch nicht unbeschadet durchstehen konnten und am Ende der fünfmonatigen Drangsalszeit einen „geistigen Tod“ erlitten. Die Aufwallung des Drachens kam damit zwar zur Ruhe, die Menschen atmeten hörbar auf und das Klima im Lande wurde im Jahr 2006 fast schlagartig in drei Schritten zu Ostern, Pfingsten und weitere 5 Wochen später milder und milder. Aber die beiden Zeugen hatten einen hohen Preis dafür zu zahlen, denn sie waren nicht mehr am Leben! Auch diese Aussage muss man rein geistig verstehen, so wie die gesamte Offenbarung eine geistige Bewusstwerdung der Menschheit beschreibt!

Dreieinhalb Jahre sollten sie brauchen, um sich wieder ins Leben zurück zu kämpfen! Nach diesen dreieinhalb Jahren befinden wir uns im Herbst 2009, die zweite Drangsalszeit ist vorüber und die dritte Drangsalszeit beginnt!

Gedanken für eine neue Zeit