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Erleuchtung – was ist das eigentlich?

In diesem Blog schreibe ich in etlichen Beiträgen über den Weg zur Erleuchtung und daher möchte ich hier auch den Versuch unternehmen das Ergebnis einer „Erleuchtung“ zu beschreiben. Vielfach werden nämlich in den verschiedenen Denkschulen zwar unglaublich poetische Metaphern verwendet um einen erleuchteten Menschen zu beschreiben, nur offensichtlich werden dabei derart überhöhte Erwartungen formuliert, dass sie niemand erreichen kann. Das führt nur zur ständigen Überforderung der Menschen, die nach innerer Reinheit streben und hilft ihnen rein gar nicht. Menschen sind nämlich Menschen und nicht Gott!

Eine dieser poetischen Metaphern möchte ich hier daher voran stellen und sie dann diskutieren:

„Ein Erleuchteter sollte sich so rein gemacht haben, dass er keinen Schatten mehr auf das Licht eines anderen Menschen wirft!“

Wunderschöne Formulierung, aber eben unerreichbar, wenn man nicht mit der Wesensart Gottes selbst ausgestattet ist! Menschen sind nämlich Menschen und sie haben – nach meiner Denkschule – zum Zeitpunkt ihrer wirklich makellosen Erleuchtung bereits 40 Leben hinter sich und befinden sich in ihrer 41. Inkarnation! Sie tragen die Erfahrung all ihrer Vorleben in ihrer Seele und haben auf dem Weg zum Seelenheil die Wunden heilen können die in den vielen Zeiten entstanden sind. Und, das ist dabei ganz wesentlich, sie sind eindeutig als Mensch erkennbar, sie tragen eine Art Wasserzeichen auf ihrer Seele, das sie einzigartig und unverwechselbar macht! Ein Wasserzeichen mag jetzt vielleicht keinen dunklen Schatten werfen, aber es modelliert das Licht, das durch es hindurch scheint, und das teilweise ganz schön kräftig!

Ich möchte daher einen völlig anderen Weg beschreiten um Menschen zu beschreiben die den langen Weg gegangen sind und ihre Seele von allen Lasten befreien konnten. Ich fühle einen Menschen dann als vollständig und „erleuchtet“, wenn er es geschafft hat in die für ihn von Gott vorgesehene Form zu gelangen. Wenn ein Mensch Gottes Schöpfungswille in seiner Person hat verwirklichen können, dann ist er zum wahren Mensch geworden, ein Mensch nach Gottes Willen und ganz nach meinem Geschmack! Spüre ich da aber noch Potential dann helfe ich ihm das zu entfalten!

Nicht das Erstreben von poetischen Idealen ist daher das Ziel, sondern das Erreichen der eigenen, von Gott gewollten Schönheit, der Entfaltung der eigenen, von Gott geschenkten Gaben und Talenten und der Güte die eigenen niedlichen Schwächen als Teil von Gottes Schöpfung anzunehmen. Eine Welt voller unterschiedlicher und liebenswerter Menschen wird dadurch entstehen und keine durch irgendein menschengemachtes Narrativ normierte Welt!

Meister Eckhard

Erleuchtete sind auch nur Menschen!!

Was unterscheidet eigentlich einen Mystiker wie Meister Eckhard oder eine Mystikerin wie Hildegard von Bingen von anderen Menschen? Wieso ragte ein junger Zimmermann aus Nazareth oder ein junger Mann namens Siddharta Gautama aus der Menge der anderen Menschen heraus? Gerade bei Siddharta weiß man doch, dass seine Weisheiten nicht vom Himmel fielen sondern auf einem langen mühsamen Weg erworben wurden. Was hat sich in diesen Menschen denn eigentlich getan, dass sie aus ganz „normalen“ zu „erleuchteten“ Menschen wurden? Sollte es uns Heutigen denn nicht möglich sein diese Veränderungsprozesse mit den Methoden der Tiefenpsychologie zu analysieren und allgemeingültig, d.h. reproduzierbar, zu klären? Aber hallo, genau darum geht es doch! Statt „Gotteserwählungs-“ und „Entrückungsgefasel“ geht es um logische Psycho- und Seelenanalyse unter Zuhilfenahme aller uns bekannten wissenschaftlichen Methoden und nur das was auch bei jedem Menschen zu einer anwendbaren „Methode“ führt kann und darf als gesichert gelten!

Im Klartext: Ja, wir haben diese Fragen klären können und ich behaupte, dass man jeden Menschen an die Hand nehmen und zu einem „Buddha“ verwandeln kann! Es ist manchmal recht mühsam, man muss hin und wieder weite Umwege in Kauf nehmen, aber es funktioniert garantiert immer! Genau aus diesem Wissen und der Erfahrung Solches schon vielfach erlebt zu haben schreibe ich so wie ich schreibe und nehme jede Kritik an meinen Worten völlig gelassen hin, denn gerade diese Gelassenheit löst in meinen Kritikern den Prozess aus der sie eines Tages dahin bringen wird wo ich sie haben will: Zum Eingang des Labyrinthes zu Chartres, zum Beginn des Weges zur Erleuchtung!

Also nur los! Kämpft gegen mich, schimpft mit mir, werft mir eure Wut vor die Füße! Ich nehme es hin und „besiege“ euch doch!