Die Bewusstseinsentwicklung ist nur Voraussetzung für die Wahrheitsfindung

Wenn man Menschen auf ihrem Weg zu sich selbst begleitet, dann sollte man sich hüten die eigenen Einsichten als Wahrheiten zu vermitteln, denn zunächst einmal hat man es mit einem Heilungsprozess und Geistbefreiungsvorgang zu tun. Wem immer man nämlich begegnet so ist dieser Mensch zunächst einmal ein Gefangener der Denkwelt in die er hineingewachsen ist und natürlich für die „Wirklichkeit“ hält. Man stelle sich das einmal so vor, als ob ein Mensch eine mit fremden Vorgaben bedruckte Papiertüte über dem Kopf hat und entweder überhaupt nur die bedruckten Bilder sieht oder höchstens eine Ahnung davon, dass ein Licht dahinter existieren könnte. Führt man einen Menschen aber durch rein therapeutische Gespräch zu dem Moment, an dem er sich wagt all die Denkvorgaben für einen Moment außer Acht zu lassen und sich nach innen wendet, dann öffnet sich der Geist um eine Dimension und es wird demjenigen bewusst, dass es eine höhere „Dimension des Geistes“ gibt. Damit aber ist nur ein Startpunkt gesetzt, denn natürlich versucht derjenige jetzt diese Erfahrung mit dem Wissensstand zu erklären, den er in diesem Moment hat. Ein „getaufter Christ“ landet in seiner Schulreligion ganz genauso wie es ein Moslem, ein Jude oder eine Ishtaranhängerin tut. Das ist der Normalfall, dass die Vielfalt aller denkbaren Gottesvorstellung zunächst einmal weiter existiert und von nun an sogar als unumstößliche Wahrheit aufgefasst werden. Ich bin in meinem Leben katholischen Priestern mit Licht begegnet, die voller Be“geist“erung und echter Überzeugung die Lehre des Paulus von sich gegeben haben und nicht die leiseste Ahnung davon hatten, dass sie gerade mal den allerersten Schritt der möglichen Bewusstseinserweiterung erlebt haben.

Aber eigentlich beginnt der Weg ja erst, der nach und nach absolut alle religiösen Denkvorgaben – auch die selbstentwickelten – auflösen wird und durch Erkenntnisse ersetzt werden, die wirklich aus der Quelle und dem Ursprung der Schöpfung stammen. Je nach psychologischer Konditionierung aber halten die Menschen an einmal liebgewonnenen spirituellen Einsichten fest und schleppen manchen  Unsinn über Jahrzehnte mit sich, durchwandern sämtliche Stufen und verfälschen doch die wunderbarsten Einsichten mit ihren Fehlhaltungen. Diese aber haben immer eine psychologische/seelische/karmische Ursache und müssen daher auch immer durch entsprechend Heilungsschritte überwunden werden.

Offensichtlich ist das aber nicht ganz so einfach und bedarf in aller Regel der liebvollen Hilfe durch andere Menschen, denn alleine scheint es nicht möglich zu sein, solche „karmischen Denkmuster“ aufzulösen.

Bewusstheit und seelische Gesundheit gehören also zusammen und nur wer sich so rein gemacht hat wie es uns von Jesus übermittelt wird, kann auch die Einsichten unverfälscht weitergeben, die aus der Quelle der Schöpfung kommen.