Vernunft und Menschlichkeit anstatt Aberglaube und Götzenkult

Wenn man dem Geschwurbel von Theologen zuhört, könnte man meinen, dass wir Menschen nur zu dem Zweck erschaffen worden sind von lebensuntüchtigen Priestern zu einer Lebenshaltung deformiert zu werden, die uns zu demütigen Dienern ihres jeweiligen „Gottes“ werden lassen soll. Die Vorstellung, dass wir Menschen durch eigene Kraft zu Vernunft und Menschlichkeit gelangen könnten und diesen „Sieg über das Unvernünftige in uns“ dann durch ein Leben in Freude und Fülle genießen dürfen, ist ihnen zutiefst zuwider. Sicher, sie kommen uns entgegen, nutzen jeden Trick aus uns mit poetischen und scheinbar klugen Worten zu verführen, aber in ihrem Inneren bleiben sie Sklaven ihrer eigenen „Gottesvorstellung“, mag sie auch noch so harmonisch daher kommen.

Dem stelle ich eine Schöpfungsvorstellung entgegen, der die Freiheit des Menschen, sein persönliches Glück in Liebe und Fülle, als zentrale Schöpfungsidee inne wohnt. Alles was ein Mensch sich nur wünschen kann und dem Glück, dem Frieden und der Liebe dient muss in dieser Schöpfung daher auf dem Weg der Vernunft und der Menschlichkeit erreichbar sein. Diese Gaben aber stehen jedem Menschen offen, auch all denen, die hinter der sichtbaren Welt keinen Schöpfer „wähnen“ oder „sehen“! Gehen sie aber den Weg der Vernunft und der Menschlichkeit, gehen sie ihn in Liebe zu den Menschen, dann finden sie auch zu Frieden und Fülle, und werden eines Tages sogar voller Freude und leichten Herzens ins Licht treten! Jedes, absolut jedes religiös motivierte Handeln das nicht der Vernunft und der Menschlichkeit entspringt, ist dagegen ein Irrweg, führt nicht in die Freiheit, nicht zum persönlichen Glück, Frieden und Erfüllung! Wir werden daher unsere wundervolle Erde erst dann in ein Paradies verwandeln können, wenn wir alle „Priester“ von ihr vertrieben haben und einander keinen „Gott“ mehr vorhalten, sondern uns gegenseitig mit Weisheit und Zuneigung  zur Vollendung helfen!