{"id":2971,"date":"2014-10-07T12:19:30","date_gmt":"2014-10-07T10:19:30","guid":{"rendered":"https:\/\/stefanmalsi.de\/blog\/?p=2971"},"modified":"2019-08-19T11:40:49","modified_gmt":"2019-08-19T09:40:49","slug":"2971","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanmalsi.de\/blog\/denkanstoessehs\/2971","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/stefanmalsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/qumran-002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2972\" src=\"https:\/\/stefanmalsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/qumran-002.jpg\" alt=\"qumran 002\" width=\"700\" height=\"273\" srcset=\"https:\/\/stefanmalsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/qumran-002.jpg 700w, https:\/\/stefanmalsi.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/qumran-002-624x243.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<h4><strong>Der Heilige Geist<\/strong><\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fragment 9, Spalte 2; Fragment 10, Spalte 1 (1) Er \u00f6ffnete Seine Barmherzkigkeiten . . . alle die Bed\u00fcrfnisse Seiner Schatzkammer, und um Nahrung zu\u00a0geben (2) jedem lebenden Wesen. Da ist kein\u00a0\u00a0 [Wenn er] seine Hand verschlie\u00dft und der G[eist allen] (3) Fleisches zur\u00fcckgezogen ist, sollst du nicht\u00a0in ihm, und [mit] seiner Schand[e] wird dein Gesicht bedeckt sein, aber\u00a0durch deine Vermittlung (4) [wird er herauskommen] aus dem Gef\u00e4ngnis, wie\u00a0Und wenn er eine Leihgabe empf\u00e4ngt, [zahlt er] sie schnell voll (zur\u00fcck).<br \/>\nO du, belohne ihn, denn dein Geldbeutel (S) von Sch\u00e4tzen geh\u00f6rt dem, dem\u00a0du verpflichtet bist, (wenn auch nur) um deines N\u00e4chsten willen. Du wirst\u00a0all dein Leben mit ihm. (Darum) gib (ihm) schnell zur\u00fcck, was immer (6) ihm \u00a4\u00a0geh\u00f6rt; sonst wird er deinen Geldbeutel nehmen. In deinen Angelegenheiten\u00a0kompromittiere nicht deinen Geist. Tausche nicht deinen Heiligen Geist f\u00fcr\u00a0irgendwelchen Reichtum, (7) denn kein Preis ist [deiner Seele] angemessen.<br \/>\nSuche bereitwillig das Gesicht des[sen, der Voll]macht \u00fcber deine Schatzkammer hat, und in seiner eigenen Sprache (8 ) [sprich mit ihm]. Auf diesem Weg\u00a0wirst du deine Befriedigung finden. Verlasse nicht deine Gesetze, und halte\u00a0deine Geheimnisse (geheim). (9)\u00a0\u00a0 Wenn Er dir Seinen Dienst auftr\u00e4gt\u00a0(erlaube keinem) Schlaf, deine Augen (zu betreten), bis du es [alles] getan hast\u00a0(10)\u00a0\u00a0 f\u00fcge ni[cht] hinzu. Wenn er bed\u00fcrftig ist\u00a0 \u00a0und sei nicht gro\u00dfz\u00fcgig\u00a0zu ihm. Auch Reichtum ohne (ll)\u00a0\u00a0 Dein [Auge] soll sehen, denn gro\u00df ist\u00a0der Eifer f\u00fcr (12)\u00a0\u00a0 Bei Seinem Willen ergib dich selbst in Seinen Dienst,\u00a0und die Weisheit Seiner Schatzkammer (13)\u00a0\u00a0 du wirst ihn beraten und ihm\u00a0ein erstgeborener Sohn werden, und er wird dich lieben, wie ein Mann sein\u00a0einziges Kind liebt. (14) Weil du\u00a0\u00a0 [O du, verlasse dich nicht auf das . . . und\u00a0bleibe nicht wach (in der Nacht) wegen deines Geldes, (15) [und w\u00e4hrend der\u00a0Nacht], fahre fort, darunter zu le[id]en. Und auch erniedrige nicht deine Seele\u00a0[f\u00fcr] jemanden, der es nicht wert ist, sondern eher se[i] (16) zu ihm\u00a0\u00a0 Schlage\u00a0nicht jemanden, der nicht deine St\u00e4rke hat, damit du nicht strauchelst und\u00a0dich selbst tief erniedrigst (17)\u00a0\u00a0 deine Seele mit der G\u00fcte des Reichtums.<br \/>\nDu wirst den Wind bestellen und deinem Herrn umsonst dienen, so (18 ) verkaufe deine Herrlichkeit nicht f\u00fcr Geld, und tausche nicht mit deinem Erbe,\u00a0damit nicht deine leiblichen Erben verarmen. Versprich ihnen nicht (19)<br \/>\nWenn da keine Kelche sind, trinke keinen Wein, und wenn da keine Speise\u00a0ist, bitte nicht um Delikatessen. O du, (20)\u00a0\u00a0 .. Wenn dir] Brot fehlt, r\u00fchme\u00a0dich nicht deiner Armut. Du bist bed\u00fcrftig\u00a0\u00a0 (21)\u00a0\u00a0 Pl\u00fcndere [nicht], um\u00a0am Leben zu bleiben, und verd\u00fcnne auch nicht (den Inhalt eines) Gef\u00e4\u00dfes\u00a0deine [Ge]setze . ..<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Geheimnis der Existenz und die Wege der Wahrheit<br \/>\nFragment 10, Spalte 2 (5) So erinnere dich, da\u00df du bed\u00fcrftig bist . .. was du\u00a0willst, (4) wirst du nicht finden. In deiner Untreue wirst du\u00a0\u00a0 tr\u00e4gt Er dir\u00a0auf (S) Strecke nicht deine Hand danach aus, damit du dich nicht versengst\u00a0[und] dein K\u00f6rper in Seinem Feuer verzehrt wird wie\u00a0\u00a0 So zahlte Er ihm\u00a0zur\u00fcck. (6) Aber da wird Freude f\u00fcr dich sein, wenn du dich von ihm reinigst.<br \/>\nAuch nimm keinen Reichtum von einem Mann, den du nicht kennst,<br \/>\n(7) damit es nicht zu deiner Armut beitrage. Wenn (Gott) bestimmt hat, da\u00df\u00a0du in [deine]r Armut sterben sollst, so hat Er dies festgesetzt; aber verderbe\u00a0nicht deinen Geist (8 ) deswegen. Dann sollst du dich niederlegen mit Wahrheit, und Er wird [ihn]en (den aufzeichnenden Engeln) deine S\u00fcndlosigkeit\u00a0deutlich verk\u00fcn[den]. Als deine Bestimmung (9) wirst du [Ewiges] Gl\u00fcck\u00a0erben. [Denn] (obgleich) du arm bist, begehre nichts au\u00dfer deinem eigenen\u00a0Teil; und la\u00df kein (Verlangen) dich verschlingen, damit du nicht abtr\u00fcnnig\u00a0(10) wirst. Und wenn Er dich aufrichtet, verhalte dich ehrw\u00fcrdig. Und frage\u00a0unter Seinen Kindern nach dem Geheimnis der Existenz; dann wirst du\u00a0Kenntnis \u00fcber (11) Sein Erbe erlangen und in Gerechtigkeit wandeln, denn\u00a0Gott wird\u00a0\u00a0 nicht . . . auf allen deinen Wegen. Huldige denen, die dir Herrlichkeit bereiten, (12) und lobe Seinen Namen ohne Ende, denn aus Armut\u00a0hat Er dein Haupt erhoben und dich unter Edle gesetzt. (13) Er hat dir Vollmacht \u00fcber das Erbe der Herrlichkeit gegeben, so suche Sein Gefallen ohne\u00a0Ende. (Obgleich) du arm bist, sag[e] nicht: \u00bbIch bin arm, so (14) kann ich\u00a0kei[ne] Erkenntnis suchen.\u00ab (Eher) beuge deinen R\u00fccken aller Disziplin, und<br \/>\ndurch al[le Weish]eit reinige dein Herz, und in dem Reichtum deiner (15) geistigen F\u00fclle erforsche das Geheimnis der Existenz. Und denke \u00fcber alle Wege\u00a0der Wahrheit nach, und bedenke alle Wurzeln des B\u00f6sen. (16) Dann wirst du\u00a0wissen, was bitter ist f\u00fcr einen Mann und was s\u00fc\u00df ist f\u00fcr eine Person. Ehre deinen Vater in deiner Armut (17) und deine Mutter durch dein Verhalten. Denn\u00a0wie der Vater eines Mannes, so sind seine Arme, und wie seine Beine, so ist\u00a0seine Mutter. Sicherlich (18 ) haben sie dich geleitet wie eine Hand, und genau\u00a0wie Er sie \u00fcber (deinen) Geist bestimmt hat, so sollst du ihnen dienen. Und\u00a0genau wie Er (19) deine Ohren f\u00fcr das Geheimnis der Existenz ge\u00f6ffnet hat,\u00a0(so) sollst du sie ehren um deiner eigenen Ehre willen. Gen[au wie] . . . verehre\u00a0sie (20) um deines eigenen Lebens willen und um deine Tage zu verl\u00e4ngern.<br \/>\n(Obgleich) du in Armut bist . .. (21) ungesetzlich. Wenn du eine Frau in deiner Armut nimmst, nimm sie von den T\u00f6chter[n des\u2026] (22) von dem\u00a0Geheimnis der Existenz. In deiner Gesellschaft, geh zusammen mit der Helferin deines Fleisches<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Funde aus Qumran beinhalten teils bekannte B\u00fccher der Bibel, teils aber auch v\u00f6llig unbekannte Texte die uns Einblick in eine ganz andere Zeit und Denkwelt geben. Viele dieser Texte, wie zum Beispiel die Kriegsrollen, sind nur schwer zu verstehen und bleiben uns fremd. Das obige Fundst\u00fcck aber halte ich f\u00fcr sehr bemerkenswert, denn er ist wohl an einen Mann gerichtet der eines Tages \u201eVollmacht \u00fcber das Erbe der Herrlichkeit\u201c bekommen und seinem Vater und seiner Mutter durch sein Verhalten \u201eEhre\u201c bringen soll. Es sind ganz sch\u00f6n genaue Anweisung die dieser von unseren Altvorderen auf seine \u201eAufgabenliste\u201c geschrieben bekommt und man kann sich ganz gut vorstellen, dass der Angesprochene nicht gerade am\u00fcsiert sein wird wenn er diese Texte lesen wird:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; aus seinem Gef\u00e4ngnis der Schande soll er hervortreten<br \/>\n&#8211; Geld schnellm\u00f6glichst abgeben und nicht dananch gieren<br \/>\n&#8211; gesetzestreu und verschwiegen leben<br \/>\n&#8211; nie gegen Schwache k\u00e4mpfen<br \/>\n&#8211; dem Herrn umsonst dienen<br \/>\n&#8211; st\u00e4ndig nach Erkenntnis streben und sich nicht beschweren<br \/>\n&#8211; und sich nat\u00fcrlich nur mit seinem Eheweib \u00f6ffentlich zeigen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist aber vor allem erstaunlich mit welchem Eifer sich die Menschen der damaligen Zeit daran gemacht haben ihre Erkenntnisse uns Heutigen \u2013 und damit auch sich selbst \u2013 aufzuschreiben und so sicher zu verstecken, dass sie wirklich bis in unsere Tage erhalten und unentdeckt blieben. Ich halte solche F\u00fcgungen f\u00fcr Wunder des Heilsplanes ohne die der Plan nicht gelingen k\u00f6nnte!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Heilige Geist Fragment 9, Spalte 2; Fragment 10, Spalte 1 (1) Er \u00f6ffnete Seine Barmherzkigkeiten . . . alle die Bed\u00fcrfnisse Seiner Schatzkammer, und um Nahrung zu\u00a0geben (2) jedem lebenden Wesen. 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