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 Die Aufwallung des „Bösen“ führt
zu seiner Überwindung

Wenn man die Welt derzeit (Oktober 2014) mit wachem Verstand beobachtet hat man den Eindruck, dass sie aus allen Nähten platzt und aus den Fugen geraten ist. Längst überwunden geglaubte „bösartige Phänomene“ feiern munter Aufstände und treiben die Welt immer weiter in Richtung Abgrund. Konflikte brechen nicht nur auf, sie werden sogar von den unterschiedlichsten Gruppen regelrecht herbeigeführt und durch subversives Verhalten gefördert. Das Benehmen von ehemals „vernünftigen“ Menschen ist dabei derart grotesk geworden, dass man dies nur noch mit der Tiefenpsychologie erklären kann.

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Übertragungsliebe

Wahrscheinlich hat Sigmund Freud diesen Begriff als erster benutzt und er beschrieb damit die Gefühle die er bei seinen Patienten ihm gegenüber feststellen konnte. Bei einer gelungenen Therapie schlüpft der Therapeut nämlich in die Rolle hinein die der Patient am dringendsten benötigt und dieser die in der Vergangenheit nicht ausreichend erfahrenen Gefühle auf den Therapeuten übertragen darf. In der von Sigmund Freud häufig erlebten Konstellation wurde er für seine Patientinnen zum „Vatergeliebten“ und wer das einmal erlebt hat weiß wie machtvoll und wichtig derartige Gefühle sind. Bei Therapeuten gefürchtet ist die so genannte Gegenübertragung, d.h. dass der Therapeut sich in seinen Patienten verliebt und so spannungsvolle Beziehungen entstehen können. Nimmt man die „Therapie“ aber einmal aus dem Raum des „krankenkassenbezahlten Systems“ heraus und betrachtet eine gelungene Heilung durch einen Heiler der dies aus reiner Freude und Liebe zu den Menschen tut, dann bekommen gerade diese Übertragungsgefühle eine ganz besondere Bedeutung. Sie sind sogar die Voraussetzung für eine Heilung und je intensiver sie zugelassen und erlebt werden desto besser ist es! Klar, wer für einen anderen Menschen in die Rolle des „Vatergeliebten“ geschlüpft ist, darf diese Rolle auch dann nicht verlassen, wenn er durch eine Gegenübertragung plötzlich in seinem Herzen eine begehrenswerte „Kindfrau“ vor sich fühlt, aber wenn beide diese Spannungen aushalten und sich einander wie Verliebte anvertrauen und für einen längeren Zeitraum zu einer Seeleneinheit verschmelzen, dann stellen sich erstaunliche Veränderung bei beiden ein! Im Idealfall heilen alle Neurosen und Psychosen aus, man findet den Eingang ins Licht, kann eventuell vorhandene Seelenverwandtschaften finden und den Gang zur Reinheit gemeinsam gehen. Gott ist in einer solchen Beziehung immer mitten dabei und wenn man das einmal erkannt hat dann erfährt man solche Beziehungen als berauschendes Glücksgefühl und schenkt einander die Heilung der Seele!

Psychogramm des Grauens

Wenn man in der Tiefenpsychologie ein wenig bewandert ist, dann kann man aus den Wunsch- und Machtphantasien seiner Mitmenschen durchaus auf die Konstellation in deren Kindheit und auf das dazu gehörige Psychogramm schließen. Hierzu ist es sinnvoll, dass man sich von den extremen Rändern des psychisch möglichen Spektrums ein Bild ihrer Entstehung verschafft und damit die Analogien zu anderen Menschen erkennen kann. Geradezu ideal für eine solche Vorgehensweise geeignet ist die Psyche von Adolf Hitler. Die Eltern-Kind-Situation ist ein Klassiker, der Vaterhass von Adolf und seine nie überwundene Bindung an die Mutter führt geradezu zwangsläufig zu Hass und Allmachtsphantasien, die dieser hochgradige Zwangsneurotiker umzusetzen versuchte. Es  ist aber erschütternd wenn man erkennen muss, dass es solchen Menschen immer wieder gelingt in Machtpositionen zu gelangen aus denen heraus sie erst ihr Unheil bewirken können. „Kleinere Gemüter“ biedern sich sogar solchen „Monstern“ an und manch einer wünscht sich gar einer von Adolf Hitlers Inkarnationen gewesen zu sein. Dieser hat in jedem seiner Leben ausschließlich Leid und Elend über die Menschen gebracht, egal ob als Alexander der Große oder Kaiser Nero, und wer immer in diesen Schlächtern nicht eine Geißel der Menschheit erkennt ist meist selbst von dieser oder ähnlicher psychischer Deformation betroffen!

Psychoanalyse als Methode zur Rekonstruktion des Heilsplanes

Wenn man einmal die Vorgehensweise verstanden hat mit der Gott seinen Heilsplan „bewirkt“ dann wird es immer wichtiger die Persönlichkeit der Menschen genau erkennen und verstehen zu können. Kennt man nämlich die Wesensart eines Menschen, dann weiß man meist recht genau wie er sich in entscheidenden Momenten verhält und kann so die kommenden Abläufe ganz gut vorhersagen. Hat man hierin zu einer gewissen Sicherheit gefunden, kann man mit diesem Wissen auch die Verhaltensart dieser Menschen in früheren Leben und auch die Persönlichkeit weiterer beteiligter Personen rekonstruieren. Dazu sollte man natürlich wissen, dass sich die Wesensart eines Menschen von Inkarnation zu Inkarnation weiterentwickelt aber nicht sprunghaft verändert.

Das Wissen um diese Zusammenhänge ist tief im Kollektivwissen der Menschheit verankert und man findet es sowohl in „heiligen Texten“ als auch in der Form von Märchen, Sagen, Mythen und Legenden niedergeschrieben.

Einer der dramatischsten psychologischen Konflikte den man sich zwischen einer Mutter und ihrer Tochter vorstellen kann ist in dem Märchen „Schneewittchen“ verewigt und wenn man eingangs erwähnte Methode sorgfältig anwendet stößt man zwangsläufig darauf, dass dieses Märchen genau den Konflikt darstellt, der zwischen Maria und ihrer Tochter Maria (später auch Maria Magdalena genannt) herrschte. Maria, die Mutter Jesu, war nämlich eine völlig andere Frau als es uns die kitschig verklärten Religionsgeschichtchen vorgaukeln wollen. Mit dieser Erkenntnis lässt sich dann aber ein ganz anderer Ablauf der damaligen Ereignisse rekonstruieren, aber das ist eine andere Geschichte.

Komplexe Anthropologie

Die sich in den kommenden Jahren sprunghaft vermehrenden Erkenntnisse über unsere Herkunft und die Wesensart Gottes werden zu eine neuen Wissenschaft über das Wesen des Menschen führen. Ob das Wort Anthropologie oder Anthroposophie als Bezeichnung herhalten muss ist dabei weniger wichtig, aber das Fachgebiet Psychologie alleine wird wohl nicht mehr ausreichen um die Persönlichkeit des Menschen in seiner ganzen Komplexität zu beschreiben. Die Erklärungsmodelle der Psychologie werden uns aber wohl weiterhin wertvolle Hilfe sein. Wenn man nämlich im Rahmen einer Rückführungstherapie auf traumatische Erlebnisse früherer Leben stößt kann man diese völlig analog zu Erlebnissen des jetzigen Lebens behandeln und die uns heute bekannten Verfahren brauchen häufig nur mit etwas mehr Liebe und Erkenntnis angewandt werden um sie auch zukünftig benutzen zu können. Die Fachgebiete müssen zueinander finden, aus dem Priester sollte wieder ein Seelsorger, ein Heiler werden und aus dem Therapeuten ein Begleiter auf dem Weg zu Gott. Statt den Disziplinen zu frönen muss der Mensch im Mittelpunkt stehen, dessen Heilung das einzige Ziel sein muss und die Denkschranken der „Fachleute“ müssen fallen. Das wird auf jeden Fall eine spannende Entwicklung und ich freue mich auf die Gespräche die da noch auf uns zukommen werden.

Weibliches Feuer anstelle männlichen Machtgehabes

Weibliches Feuer kann man von männlichem Machtgehabe leicht unterscheiden, denn man muss eigentlich nur mit offenem Herzen und wachem Verstand zuhören. Ich will heute einmal eure Menschenkenntnis auf die Probe stellen und gebe euch zwei Texte zum „schmecken“. Fühlt mal, für mich sind das zwei Welten! Vorab sei jedoch noch erwähnt, dass lichtvolle Männer sehr wohl „weibliches Feuer“ in sich tragen können und die „Töchter der Finsternis“ manchmal mehr „männliches Machtgehabe“ ausstrahlen als es Männer tun.

Text 1:
Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel. Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht.

Text 2:
Die Liebe ist langmütig,  die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.

Die „Melodie“ dieser Texte ist so unterschiedlich wie sie unterschiedlicher gar nicht sein könnte. Im ersten Text wird die Gültigkeit des eigenen Wortes unwiderruflich postuliert, ja ein Leben ohne diese „Wahrheit“ wird regelrecht verflucht. Der zweite Text aber ist so unendlich harmonisch, dass man regelrecht ins Schwärmen kommen kann und nicht zu Unrecht ist dieser Text auch sehr beliebt und weithin bekannt, während man den anderen Text meist überliest. Für mich sind das ausgesprochen typische Beispiele an denen man „männlichen Machtanspruch“ und „weibliches Feuer“ unterscheiden kann. Ganz sicher aber fühle ich eines: Die beiden Texte stammen nicht von ein und derselben Person!